Die große Kirche




Die Große Kirche der seit 1524 evangelischreformierten Kirchengemeinde Leer prägt seit mehr als 200 Jahren das Stadtbild von Leer.

Vor allem der 1805 errichtete Turm mit einem stolzen Dreimaster (“Schepken Christi”) an der Spitze macht die 1785 bis 1787 erbaute Kirche zu einem allseits sichtbaren Wahrzeichen von Leer. Nähert sich der Besucher dann dem als barocken Zentralbau errichteten Gotteshaus, beeindruckt ihn das schlichte, achteckige fast runde Gebäude. Dem Zimmermann Isaac Woortmann aus Leer als Baumeister ist es zu verdanken, dass die reformierte Gemeinde nach Verfall der St. Liudgeri Kirche in der Nähe des Plytenbergs rund 1000 Jahre nach ihrer Gründung wieder einen Versammlungsraum für ihre Gottesdienste hat.

In Anlehnung an niederländische Vorbilder (Amsterdamer Norderkerk) wurde so eine Kirche errichtet, deren einladender Charakter nach wie vor in seiner Konzeption überzeugt.

Das Innere der Kirche besticht durch seine Einfachheit. Auffallend ist der imposante Orgelprospekt. Konnte ein etwa 400-jähriger Teil der Orgel aus der Vorgängerkirche übernommen werden, so gab es in der Folgezeit (zuletzt 1953-1955) weitere Ergänzungen und Erneuerungen.

Ebenfalls konnten aus der Vorgängerkirche die 1609 im Renaissance- Stil gefertigte Kanzel übernommen werden. Auch der romanische um 1200 aus Sandstein geformte Taufstein stammt aus der alten Kirche. Der Abendmahlstisch im klassizistischen Stil aus dem Jahr 1787 verleiht neben dem traditionell erhaltenen Gestühl dem Inneren seine besondere Prägung.



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Kirchbauverein Große Kirche Leer e.V.
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